
Seit dem 26. September 2011 wissen wir: Für die visuelle Kunst werden knapp 30% der Fördergelder von Bund und Pro Helvetia gestrichen. Was visarte in den letzten Monaten mit Gesprächen, Briefen und einer Petition zu erreichen versuchte – die Erhaltung der bisherigen Finanzmittel – ist gescheitert. Ist das die „‘Liebesgeschichte‘, zwischen der Schweiz und den visuellen Künsten“, die laut Bundesrat Didier Burkhalter „eben erst begonnen“ hat?
Angesichts des neuen Kulturförderungsgesetzes und der ersten Kulturbotschaft ist die Schweizer Kunst 2011 dem Thema Kunst und Politik gewidmet. Darin kommen die Vertreterinnen und Vertreter aller „Lager“ zu Wort. Sieben der acht grossen und grösseren Parteien formulierten ihre Position zur Kunst. Aus den gleichen acht Parteien nahmen einzelne Parlamentsmitglieder Stellung zu drei Kunstfragen und liessen sich vor einem Kunstwerk ihrer Wahl fotografieren zu lassen. Analog dazu beantworteten Kunstschaffende drei Fragen zur Politik und stellten die Abbildung eines politisch relevanten Werks zur Verfügung.

Die „Schweizer Kunst“ erscheint 2010 im 112. Jahrgang. Sie hat sich in all diesen Jahren und Jahrzehnten immer wieder verändert – erschien in den verschiedensten Intervallen, mal war sie ein Verbandsmitteilungsblatt, mal eher Gewerkschaftszeitung, mal nahm sie hauptsächlich zum kulturpolitischen Geschehen in der Schweiz Stellung, mal konzentrierte sie sich auf rein künstlerische Fragen. Nun, auf dem Weg ins zweite Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, ist wieder einmal der Moment gekommen innezuhalten, uns die „Schweizer Kunst“ anzusehen und zu überlegen, wie weiter? Welche Gestalt die „Schweizer Kunst“ in Zukunft annehmen wird, soll in den nächsten Monaten geklärt werden.
Mit der Frage „Was ist Schweizer Kunst“ ist aber nicht nur die visarte-Publikation gemeint, sie bezieht sich ebenso auf die Kunst in der Schweiz, die Kunst der Schweizer Künstler und fragt, ob es so etwas wie „Schweizer Kunst“ überhaupt gibt.

„Initiativen und Strategien im Umgang mit der Provinz sind das Thema der aktuellen Ausgabe der Schweizer Kunst. Experten aus den Schweizer Provinzen berichten von entdeckenswerten und ausserordentlichen Projekten von Kulturschaffenden aus allen Landesteilen und ihrem Umgang mit den Tücken oder den Vorteilen der Metropolenferne. Dabei hat die Redaktion kulturelle Biotope mit erstaunlicher Vielfalt und künstlerischer Diversität entdeckt und das Thema an einer Tagung in der Kunsthalle Bern noch einmal vertieft."
Heftkonezption und -redaktion: Regine Helbling, Alex Meszmer
Bildredaktion: Cornelia Mattich
Gestaltung: Cornelia Mattich

Ausgehend von einer Kurztagung in Zusammenarbeit mit der HSLU D&K und der Kunsthalle (Kunstpanorama) Luzern zum Thema „Urbane und ländliche Strategien“ beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe der Schweizer Kunst mit Fragen zur Kunstentstehung und Rezeption in der Provinz. Renommierte Schweizerinnen und Schweizer und ausländische Beobachterinnen und Beobachter legen ihre Sicht der Dinge dar und es ergibt sich ein Theorieheft mit Thesen zum Verhältnis Stadt und Provinz.
Heftkonzeption und -redaktion: Sonja Kuhn, Cornelia Mattich, Alex Meszmer, Eva-Maria Würth
Bildredaktion: Cornelia Mattich
Gestaltung und Satz: Cornelia Mattich

Was passiert mit dem Inhalt von Ateliers und Lagern, wenn eine Künstlerin stirbt? Können Künstler ihren Nachlass zu Lebzeiten vorbereiten? Wann wird ein Nachlass von einem Museum aufgenommen? Solche Fragen werden in dieser Ausgabe behandelt. Das Heft gibt Aufschluss über grundsätzliche Möglichkeiten des Umgangs mit Nachlässen.
Heftkonzeption und - redaktion: Sonja Kuhn, Dorothee Messmer, Alex Meszmer
Gestaltung: Cornelia Mattich
Weitere Ausgaben
1999 - 2007 (PDF)

































